Rösten des Fassrumpfes um Geschmacksaromen freizugeben
Unter toasten versteht man einen Arbeitsprozess, bei dem die Innenseite des Fassrumpfes einer Hitzequelle ausgesetzt ist. Ganz ähnlich dem Prinzp des Toasters in der Küche.
In Handwerksbetrieben bedeutet das, dass ein Feuer in einem kleinen Feuerkorb entzündet wird und der Fassrumpf darüber aufgestellt wird. Abhängig von der Dauer des Toastvorgangs ist die Röstung unterschiedlich intensiv und es werden unterschiedliche Aromen freigesetzt. Der Toastgrad wird in der Regel vom Kellermeister festgelegt, da in diesesm Arbeitsprozess maßgebliche Geschmacksnuancen der später darin ausgebauten Weine definiert werden. Man unterscheidet entsprechend verschiedene Toastgrade von "light" über "medium (m-/m+) bis zu "heavy".
Whiskyfässer werden nicht im klassischen Sinne getoastet, sondern gefeuert (ähnlich dem Prozess bei Pflanzkübeln) um eine Aktivkohleschicht zu erzeugen.
Das Toasten wird im Anschluss an das Biegen vorgenommen. Ein wichtiger Nebeneffekt ist dabei, dass das Holz durch das Toasten "biegestarr" wird, die Dauben also ihre ursprüngliche - gerade - Form aufgeben und permanent gebogen bleiben.