Besuchen Sie uns zum Tag des Offenen Weingutes am 29.und 30.8. in der Böttcherei!
Biegen
Arbeitsprozess bei dem gerade Dauben in elliptische Form gebogen werden.
Das Biegen ist eine der Kernfähigkeiten von Küfern und Böttchern. Dabei werden aufgesetzte Fassrümpfe mit feuchter Hitze erwärmt und anschließend mit Fasszügen zusammengebogen. Durch anschließendes Nachfeuern werden die Dauben starr und behalten ihre gebogene Form.
Es gibt verschiedene Verfahren den Fassrumpf zu erwärmen. Tradtionell werden dabei in der Mitte des Rumpfes ein oder mehrere Feuer entzündet und die Dauben dabei kontinuierlich feucht gehalten. Heute wird diese Technik meist nur noch selten und zumeist bei großen Fässern verwendet.
Verbreiteter ist die Methode den Rumpf abzudecken und anschließend Heißdampf einzuleiten.
Eine dritte Methode das Fass zu erwärmen ist das Kochen. Die Dauben werden dabei einzeln im kochenden Wasser erwärmt und anschließend aufgesetzt. Diese Methode kommt in der Regel bei Bierfässern zum Einsatz. Gekochte Bierfassdauben werden zudem nicht klassisch gebogen, sondern meist mit Spezialmaschinen gestaucht.
Feuer und Wasser machen Holz biegeweich. Um das Fass zu biegen wurde traditionell ein manueller Fasszug verwendet (links im Bild)